Staatliche Realschule Langenzenn

Exkursion Museum Mödlareuth

Exkursion der Klassen 10a und 10d ins Deutsch-Deutsche Museum Mödlareuth

Der Name „Mödlareuth“ sagt wahrscheinlich kaum jemandem etwas, ist es doch nur ein kleines Dorf an der Grenze zwischen Bayern und Thüringen. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges rückte es jedoch für mehrere Jahrzehnte in den Mittelpunkt der Geschichte, da es ähnlich wie Berlin im Zuge des Kalten Krieges und der Teilung Deutschlands in zwei Teile zerrissen wurde. Da die Verwaltungsgrenze zwischen Bayern und Thüringen genau am Tannbach verlief, welcher durch das Dorf verläuft, wurde die Grenze zwischen der BRD und der DDR mitten durch das Dorf gezogen.

Der Zaun, welcher im Laufe der Zeit zu einer umfangreich gesicherten Mauer ausgebaut wurde, trennte Familien und Freunde und führte schließlich dazu, dass die Amerikaner den Ort „Little Berlin“ nannten. Erst im Zuge des Mauerfalls 1989 wurde auch hier die Grenze geöffnet und die Menschen aus Ost und West lagen sich in den Armen. Die Geschichte des Dorfes wurde in der Serie „Tannbach – Schicksal eines Dorfes“ verfilmt.

Die Klassen 10a und 10d erhielten nach einem einführenden Film gemeinsam mit ihren Lehrern Frau Schwarz und Herrn Weigel eine Führung über das Außengelände der Gedenkstätte, bei welcher interessante Fakten über die Grenzbefestigung, aber auch über Fluchtversuche an der Grenze zu Sprache kamen. Anschließend konnten sich die Schüler:innen noch in der Ausstellung des Museums umsehen. Voller neuer Eindrücke und froh darüber, dass solch eine Exkursion endlich wieder möglich war, machten wir uns auf den Nachhauseweg.

J. Weigel

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